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Karl Beutler

Karl Beutler wurde am 13.Februar 1904 in Scherzingen TG geboren. Schon früh zeigte sich ein Hang zum Malen und Zeichnen bei ihm. Seine Eltern bestanden aber darauf, dass er eine Malerlehre machen soll, um eine gute Grundlage für die Zukunft zu haben.

In Frauenfeld absolvierte er die Lehre von 1921 - 1924 und lernte dort den Kunstmaler Peter Eilers aus München kennen. Diese Begegnung war grundlegend für die Zukunft. Da reifte der Entschluss, Kunstmaler zu werden.

Es folgten Aufenthalte in Brüssel (1924-1925), dann weiter in Genf an der "Ecole des Beaux Arts" (1927-1928).

In dieser Zeit lernte er Bruno Hesse, ein Sohn von Hermann Hesse kennen, durch welche Freundschaft er bei Cuno Amiet auf der Oschwand eingeführt wurde. In der Folge besuchte er oft die Oschwand, da ihn die Werke von Cuno Amiet sehr beeindruckten. So lange Amiet lebte, blieb er immer mit ihm in Kontakt und erlebte sehr inhaltsreiche Stunden auf der Oschwand. Er lernte dort auch viele Maler kennen.

Von 1928 - 1935 ist er in Paris gewesen, in der Académie Julian als Schüler von Paul Albert Laurens), Académie Ranson und Académie Grande Chaumiére. In diese Zeit fiel auch die Gründung eines eigenen Ateliers im "Spycher" in Scherzingen.

1935 verheiratete er sich und kam dadurch auf die Vögelinsegg, wo seine Frau das bekannte Kurhaus führte. Das brachte neue Möglichkeiten und Verbindungen mit Künstlern im In- und Ausland.

Reisen in den Tessin, Italien und später nach Mallorca brachten Anregungen und Licht in seine Palette.

Von der südlichen Landschaft war er stets begeistert, aber seine Leidenschaft sind immer die Blumen. In letzter Zeit namentlich auch die Sonnenblumen.

Mit seinen Maler-Kollegen Josef Büsser und Willy Thaler erlebte er in Venedig eine glückliche Zeit.

Teilnahme an Gruppen-Ausstellungen

  • Arbon
  • Berlingen (zweimal) Bern
  • Frauenfeld Genf
  • Kreuzlingen
  • Küsnacht (zweimal)
  • St.Gallen (verschiedentlich)
  • Scherzingen
  • Zürich

Einzel-Ausstellungen

  • Haag (Rheintal) Kreuzlingen
  • Rorschach (Heimat Museum 1971)
  • St. Gallen
  • Scherzingen (ständig)
  • Vögelinsegg (ständig)
  • Zürich

Karl Beutlers zweite Ausstellung im «Burkartshof»

Sonne bedeutet ihm Leben

glz. Am Dienstag abend fand mit grosser Besucherzahl die Vernissage zur Ausstellung der Gemälde von Karl Beutler in der Galerie Burkartshof statt. Vor genau drei Jahren hatte dieser jugendliche 76jährige bereits den Frühling im «Burkartshof» eröffnet und zahlreiche Kunstfreunde mit seinen lieblichen Werken begeistert. Wie Galerist Kurt Schär bei seiner Begrüssung betonte, soll auch dieses Jahr der Galerie-Frühling durch Karl Beutler und die Ausstrahlung seiner Blumenbilder eröffnet werden. Einen aussergewöhnlichen musikalischen Rahmen gaben die Wiesentaler Buben aus des Künstlers Appenzeller Heimat der Feier. Zudem hatte ein langjähriger Freund, Bezirksstatthalter Robert Senn aus Scherzingen, als Redner gewonnen werden können.

Karl Beutler (links mit seiner Frau und Robert SennWir sind durch die Welt gefahren, sangen und spielten die Wiesentaler Buhen zu Beginn, und dann berichtete Robert Senn von dem Bauernbuben aus Scherzingen, der schon als Kind gerne gemalt und gezeichnet hatte, auch wenn es nur mit einem Ziegelsteinstück auf der Strasse war. Er musste aber erst dem elterlichen Befehl gehorchen und eine normale Malerlehre absolvieren, ehe er seinem unbändigen Drang, Kunstmaler zu werden, nachleben konnte.

Arbeiten in Scherzingen - wohnen auf der Vögelinsegg

Robert Senn berichtete von der erfolgreichen Jubiläumsausstellung in der Scherzinger Gemeindestube anlässlich des 75. Geburtstages des Malers im vergangenen Jahr, und gab seiner Ueberraschung darüber Ausdruck, dass bereits ein Jahr später wieder eine solch herrliche Gemäldeausstellung stattfindet. Doch zurück zur Entwicklung von Karl Beutler: Seine Stationen auf dem Weg zum Kunstmaler waren Brüssel, Genf, Oschwand (hei Amiet) und Paris. Danach erfolgte der Bezug des eigenen Ateliers in Scherzingen, und zwar im ehemaligen Klosterspycher von Münsterlingen. Durch seine Heirat 1935 kam er auf die Vögelinsegg zu wohnen, da seine Gattin das bekannte Kurhaus führte. Sein Atelier in Scherzingen hat er aber bis auf den heutigen Tag behalten.

Sonnenblumen, das Lieblingsmotiv

Der auch heute noch quicklebendige Karl Beutler begab sich des öftern auf Reisen, so in das Tessin. nach Italien und auf Mallorca. Natürlich hatten ihn die südlichen Landschaften hegeistert. doch blieben die Blumen stets seine grosse Leidenschaft, wie man auch an dieser neuesten Ausstellung feststellen kann. Und unter all dem herrlichen Sommerflor sind es die Sonnenhlumen, die er bevorzugt; Robert Senn nennt den Grund: Die Sonnenblume bedeutet dem Künstler das Leben, die Blumen den Inhalt.

Mit «Schön ist die Welt», einem Querschnitt durch das kürzlich im Kongresshaus Zürich abgehaltenen Konzert, beendeten die Wiesentaler buben den offiziellen Teil der Feier. anschliessend sass man noch lange zusammen, betrachtete die schönen Bilder, und immer wieder tauchte der Künstler bei einer Gruppe von Besuchern auf und unterhielt sich in seiner fröhlichen Art mit jedem.


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